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Der Gründer des FBIs war ein Mitglied der Bonapartes: Charles Joseph

Ein weiteres, sehr populäres Mitglied des Geschlechts der Bonapartes in Übersee war Charles Joseph, der als Sohn von Jérôme Napoléon Bonaparte und Susan May Williams 1851 in Baltimore zur Welt kam.
Wie schon weitere männliche Mitglieder dieser Herrscherfamilie immatrikulierte er sich ebenfalls als Jurastudent an der ehrwürdigen Harvard Universität, wo er sich alsbald hervortat. Er schloss enge Freundschaft mit dem zukünftigen Präsidenten Theodor Roosevelt, obwohl diese beiden grundverschieden waren.
Im Jahre 1874 gründete er eine aufstrebende Anwaltskanzlei in seiner Geburtsstadt und ehelichte bald darauf die Amerikanerin Ellen Channing Day, auch sehr zum Gram seiner Großmutter Elizabeth.
Aufgrund seiner tiefen Freundschaft zum Präsidenten Theodor Roosevelt wurde er als Nicht-Politiker in dessen Kabinett in den Rat der Indianerkommission berufen, ferner erlangte er wenig später auch den Vorsitz in der von ihm gegründeten National Civic Reform Liga.
Seiner Karriere stand nun nichts mehr im Wege. Er erlangte den Posten des Staatssekretärs bei der Marine, welcher ihm jedoch keine Freude oder Herausforderung bereitete.
Doch der unliebsame Posten ebnete ihm den Weg in das Justizministerium als Attorney-General (Justizminister) 1906. Da er ein beträchtliches Privatvermögen besaß und somit nicht auf Bestechungsgelder korrupter Monopolisten zur Unterhaltung seines Lebensstils angewiesen war, griff er besonders hart gegen jede Form der Vetternwirtschaft durch und beseitigte mit der Gründung des uns bekannten, bis heute existierenden FBIs das bis dahin bestehende polizeiliche Chaos. Zuvor wurde von jedem Staat eine eigene Polizei gestellt, die unabhängig voneinander ihre Verwaltung führten und somit Verbrechern ermöglichten, in einem neuen Staat problemlos ein neues Leben zu beginnen.
Doch auch als Justizminister verachtete Charles Joseph Bonaparte sein Büro in Washington D.C. und arbeitete am liebsten von seinem Haus in Baltimore aus. Ein gefundenes Fressen für die Presse!